Wohnen, Mobilität
und Gemeinschaft gestalten

Landshut, das sind wir, die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Unsere Stadt soll ein lebenswerter Ort für alle Menschen sein: für Jung und Alt, für Neuzugezogene ebenso wie für alle, die schon lange hier leben. Wir stehen für eine Stadtentwicklung, die die unterschiedlichen Bedürfnisse, Lebensentwürfe und Wünsche der Menschen ernst nimmt und sie zum Ausgangspunkt kommunaler Entscheidungen macht. Landshut ist etwas Besonderes: die historische Innenstadt, die Lage an der Isar und die umliegende Natur mit ihren vielfältigen Naherholungsmöglichkeiten – all das macht sie für die Menschen lebenswert und für Unternehmen attraktiv: Viele wollen hier leben und arbeiten. Wir GRÜNEN wollen diese Einzigartigkeit bewahren und gleichzeitig mit Mut, Weitblick und Herz weiterentwickeln. Unser Ziel ist es, Wachstum und Zuzug aktiv zu gestalten: sozial gerecht, städtebaulich durchdacht und ökologisch verträglich.

Landshut ist reich an schönen Orten: von den großartigen Plätzen in der historischen Innenstadt bis hin zu den lebendigen Quartieren in den Stadtteilen. Unsere Straßen und Plätze sind mehr als bloße Verkehrsflächen – sie sind Lebensräume. Sie sollen unsere Lieblingsorte werden. Wir GRÜNEN gestalten Stadt so, dass sie Begegnung ermöglicht, Sicherheit gibt und Barrieren abbaut. Mehr Bäume, mehr Schatten, mehr Sitzgelegenheiten und sichere Wege – so wird Landshut liebenswert für alle. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Entwicklung der einzelnen Stadtviertel. Landshut ist mehr als seine Altstadt – es lebt von der Wohn- und Aufenthaltsqualität seiner Stadtteile. Wir wollen ihre Eigenständigkeit fördern und ihren Charakter stärken – mit lebendigen Plätzen, klaren Identitäten und einer guten Anbindung an die Innenstadt. So entsteht das, was Stadt im besten Sinne ausmacht – Zugehörigkeit, Nachbarschaft und Gemeinschaft vor Ort.

Unsere einzigartige historische Innenstadt ist das Herz Landshuts und sie verdient eine Aufwertung. Wir setzen uns für eine verkehrsberuhigte, sichere, barrierearme und attraktive Innenstadt ein, in der sich Menschen gerne aufhalten – zum Bummeln, Einkaufen, Wohnen und Arbeiten. Ob Ausweitung der Fußgängerzone oder Einbahnstraßenregelung: Wir GRÜNEN sind offen und wollen im Dialog mit Anwohnerinnen und Anwohnern und Besucherinnen und Besuchern und Handel neue Verkehrskonzepte entwickeln, die Aufenthaltsqualität, Sicherheit und Erreichbarkeit miteinander verbinden. Langfristig streben wir eine deutliche Reduzierung des Autoverkehrs zwischen Dreifaltigkeitsplatz und Bischof-Sailer-Platz an. Der Mensch soll im Mittelpunkt stehen, nicht das Auto: Eine lebendige Innenstadt lebt von Schaufenstern, Marktständen, Straßenkunst und der Begegnung von Menschen.

Landshut gehört zu den schönsten Städten Deutschlands – geprägt von einer einzigartigen historischen Bausubstanz und einem gewachsenen Stadtbild. Dieses Erbe verpflichtet und heißt für uns: Bauen mit Haltung. Wir wollen behutsam weiterbauen, statt wertvolle Substanz zu zerstören. Aus ökologischen Gründen aber auch zur Bewahrung der Identität unserer Stadt gilt für uns: Sanierung vor Abriss. Dazu gehört, dass die Stadt selbst mit gutem Beispiel vorangeht und bei eigenen Gebäuden auf Erhalt, Nachhaltigkeit und architektonische Qualität achtet. Ein Beispiel dafür ist das Anwesen in der Ludmillastraße, den wir nicht dem Verfall überlassen, sondern sanieren und städtische Wohnungen schaffen wollen. In unserer Altstadt stand der Moserbräu viele Jahre leer, ein Symbol dafür, wie schwer es der Denkmalschutz in Landshut in der Vergangenheit hatte und leider immer noch hat. Im Stadtteil Nikola zeigen das sorgfältig sanierte Handwerkerhaus „Gastgeb“ und der traditionsreiche „Jägerwirt“, was engagierte Bauherren leisten können. Das wollen wir weiterhin unterstützen und fördern. Auch bei Neubauten gilt: Qualität vor Quantität. Baukultur bedeutet, dass sich Neues harmonisch ins Stadtbild einfügt und zugleich Zukunftsfähigkeit zeigt.

Wir GRÜNEN setzen uns für eine nachhaltige Entwicklung von Gewerbeflächen ein. Denn Landshut wächst – und damit der Bedarf an Raum für Arbeit, Handwerk und Innovation, während geeignete Flächen immer knapper werden. Unser Ziel ist ein ökologisch verantwortungsvolles Flächenmanagement: Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Bestehende Brachen und Leerstände sollen zuerst genutzt werden und bei jeder Ansiedlung sollen künftig Kriterien wie Ressourcenschonung, CO₂-Ausstoß und die energiepolitischen Ziele der Stadt maßgeblich sein. Wo Gewerbe bereits angesiedelt ist, wollen wir Verdichtung fördern und ansonsten verbindliche Vorgaben in der Bauleitplanung für flächensparendes Bauen wie Mehrgeschossigkeit, Parkdecks oder eine höhere Arbeitsplatzdichte pro Fläche auf weniger Raum. Vorrang haben arbeitsplatzintensive, flächeneffiziente Betriebe vor solchen mit hohem Flächenverbrauch wie bspw. Logistikzentren. So entstehen wohnortnahe Jobs, kurze Wege und stabile Gewerbesteuereinnahmen – für ein Landshut, das nachhaltig wirtschaftet und zugleich lebenswert bleibt.

MASSNAHMEN:
■ Umgestaltung von Alt- und Neustadt mit mehr Aufenthaltsqualität und weniger Durchgangsverkehr
■ Begrünung der Innenstadt als Teil des Klimaanpassungskonzepts
■ Verkehrsberuhigte Wege und Erweiterung der Fußgängerzone in der Innenstadt
■ Quartiersplätze und Treffpunkte in den Stadtvierteln (z. B. Wolfgangsiedlung, Moniberg, Achdorf)
■ Erhalt prägender Gebäude und Sanierung städtischer Bausubstanz (z. B. Ludmillastraße 1)
■ Neubau nach dem Prinzip Qualität statt Quantität und Nutzung vorhandener Gebäude
■ Bauherrenberatung für nachhaltiges Bauen und Sanieren anbieten
■ Modellprojekte für ressourcenschonendes Bauen und Umbauen fördern
■ Klimaangepasste Standards bei Sanierung und Neubauten städtischer Gebäude einhalten

PROJEKT: Isar – Landshut Stadt am Fluss
Die Isar soll wieder stärker Teil des Lebens in unserer Stadt werden – als verbindendes, identitätsstiftendes Element und Ort der Erholung für alle. Wir GRÜNEN wollen den Fluss erlebbarer machen – im Einklang mit der Natur. Dazu gehören neue Zugänge, Liegeflächen und Aufenthaltsorte, etwa an der Preysingallee oder rund um den Postplatz. Ein wichtiger Schritt war die Freigabe des Badens in der Isar – ein langjähriges Anliegen der GRÜNEN. Selbstverständlich werden dabei die umweltfachlichen Vorschriften wie die Laichschonzeit beachtet. Mit Projekten wie dem geplanten Isarpark im Stadtteil Peter und Paul entsteht zusätzlicher öffentlicher Raum am Wasser. Wir haben dieses Projekt von Anfang an unterstützt, denn es ist ein echter Gewinn für Stadt und Natur.

PROJEKT: Stadtpark – Da geht noch mehr!
Der Stadtpark ist das grüne Herz des Nikolaviertels – ein Ort für Bewegung, Erholung und Begegnung. Wir wollen ihn weiterentwickeln, damit er für alle Generationen lebendig bleibt. Unsere Erfolge wollen wir weiter ausbauen: Der neue Spielplatz zeigt, wie gute Bürgerbeteiligung gelingen kann: Kinder der Nikola-Schule konnten ihre Ideen einbringen und mitgestalten. Blühflächen und Heckenbereiche stärken die ökologische Vielfalt und machen den Park naturnäher. Für den westlichen Teil unterstützen wir die Pläne für neue Bewegungsangebote und eine kleine Badebucht. Zudem schlagen wir vor, einen Parcours und Calisthenics-Bereich für junge Menschen zu errichten (im Bereich der Berufsschule oder auf dem Parkdeck der Mühleninsel) genauso wie einen Kiosk zum Verweilen. Langfristig bleibt unser Ziel, den Park wieder als Einheit erlebbar zu machen also die Trennung durch die Papiererstraße zu überwinden.

PROJEKT: Wolfgangspark – Ungenutztes Potenzial entfalten
Die Flächen zwischen der „alten“ Wolfgangsiedlung und den neuen Wohngebieten im Norden bieten ein enormes Potenzial. Hier soll ein echter Wolfgangspark entstehen – ein verbindendes grünes Herzstück für den Stadtteil, das Bewegung, Begegnung, Erholung und Naturerleben ermöglicht. Langfristig kann diese Grünverbindung sogar in Richtung Altdorf und der Flutmulde weitergeführt werden – als Teil eines übergeordneten Grünzugs im Norden der Stadt.

Ein Zuhause ist mehr als ein Dach über dem Kopf: Es ist der Ort, an dem Leben beginnt, Nachbarschaft wächst und Gemeinschaft entsteht. Jede Landshuterin und jeder Landshuter soll die Chance haben, passenden und bezahlbaren Wohnraum zu finden – egal ob allein, mit Familie oder im Alter. Unser Ziel ist, dass Wohnen in Landshut bezahlbar bleibt und unsere Quartiere lebendig und stark sind. Dafür setzen wir auf städtischen und genossenschaftlichen Wohnungsbau, auf eine aktive Bodenpolitik und verbindliche soziale Quoten bei Neubauten – künftig mit mindestens 30% gefördertem Wohnraum pro Neubauprojekt über 1.000 qm.

Wo nachverdichtet wird, soll dies behutsam und mit Augenmaß geschehen – flächensparend, sozial ausgewogen und ökologisch verantwortungsvoll. Grund und Boden sind knapp, deshalb wollen wir vorhandene Flächen besser nutzen – durch Aufstockung und Umnutzung bestehender Gebäude oder gemeinsamer Quartiersgaragen statt weiterer Versiegelung. Bei allen Planungen müssen Umwelt- und Klimaschutz von Anfang an mitgedacht werden: mit grüner Infrastruktur, der Sicherung von Kaltluftentstehungsgebieten und Frischluftschneisen sowie einer klimaangepassten Bauleitplanung. So entsteht eine Stadt, die wächst, ohne ihre Lebensqualität zu verlieren – eine Stadt, in der Wohnen Heimat bedeutet und Nachbarschaft Zukunft hat.


Um steigende Wohnkosten zu bremsen, verfolgen wir vier zentrale Ansätze:

1. Leerstand und Flächen mobilisieren.
In Landshut gibt es ungenutztes Potenzial – leerstehende Gebäude und brachliegende Grundstücke mit Baurecht. Wir wollen sie aktivieren, durch regelmäßige Erfassung und direkte Ansprache der Eigentümerinnen und Eigentümer. So lassen sich bestehende Ressourcen nutzen, bevor neue Flächen versiegelt werden.

2. Eine aktive, strategische Grundstückspolitik.
Mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Stadtbau Landshut, die durch den Bürgerentscheid ermöglicht wurde, gibt es endlich ein Instrument für sozialen Wohnungsbau. Wir wollen diese Gesellschaft organisatorisch, finanziell und politisch stärken. Ziel ist ein langfristiger Ausbau kommunaler Wohnungsbestände nach Wiener Vorbild.

3. Vergabe nach Konzept statt nur nach Höchstgebot.
Städtische Grundstücke sollen nicht nur an den Meistbietenden, sondern an das beste Gesamtkonzept vergeben werden – also an Projekte, die dem Gemeinwohl dienen. So schaffen wir Raum für Baugenossenschaften und Baugemeinschaften, die bezahlbar und nachhaltig bauen.

4. Weniger Stellplätze, mehr Wohnraum.
Starre Stellplatzvorgaben erhöhen Baukosten und Mieten. Wir wollen den Stellplatzschlüssel angepasst an Mobilitätskonzepte und Stadtlage flexibel gestalten. Wo Bus, Bahn und Rad gut erreichbar sind, braucht es weniger Tiefgaragen und mehr Raum für Menschen.

MASSNAHMEN:
■ Ausbau des kommunalen Wohnungsbestands durch die Stadtbau Landshut
■ Vergabe städtischer Grundstücke in Erbpacht statt Verkauf
■ Nachverdichtung mit Freiraum- und Grünkonzept in Wolfgangsiedlung und Münchnerau
■ Konzeptvergabe für genossenschaftliche Bauprojekte
■ Erweiterung des Angebots an bezahlbaren Wohnungen durch Förderung von Wohnungsbaugenossenschaften
■ Förderung alternativer Wohnformen wie Mehrgenerationenprojekte
■ Innovative Mobilitätskonzepte und flexibler Stellplatzschlüssel bei Neuplanung von Wohnvierteln oder Wohnanlagen

Wir GRÜNEN wollen weniger Verkehr und mehr Mobilität. Denn Mobilität bedeutet Freiheit, Teilhabe und Lebensqualität. Sie muss für alle Menschen in Landshut sicher, bezahlbar und umweltfreundlich sein. Jede und jeder soll sich in Landshut auf die Weise fortbewegen können, die zum eigenen Leben passt. Ob zu Fuß, auf dem Fahrrad, mit Kinderwagen oder dem Rollator, im Rollstuhl, mit dem ÖPNV oder dem Auto: Nur in einem sinnvoll gedachten Miteinander kommen alle schnell, sicher und klimafreundlich ans Ziel. In einer wachsenden Stadt wie Landshut heißt das, die einzelnen Stadtteile auf einfachen und schnellen Wegen miteinander zu verbinden.

Unser Ziel ist eine Stadt der kurzen Wege – eine 15-Minuten-Stadt, in der das Wichtigste im Alltag ohne Auto erreichbar ist. Dafür setzen wir auf Rad, Bus und das Zu-Fuß-Gehen – weil das Leben dort beginnt, wo Menschen sich begegnen. So schaffen wir auch mehr Platz für diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind. Landshut braucht dafür sichere und durchgängige Radwege, einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr und Straßen, die mehr Raum für Menschen bieten.

Mehr Straßen sind keine Lösung – sie erzeugen nur mehr Verkehr. Wir wollen die bestehenden Flächen intelligenter nutzen und Alternativen stärken. Denn wir wissen: Ein gutes Angebot schafft echte Wahlfreiheit – und verändert das Mobilitätsverhalten von selbst.

Radverkehr stärken
Wir GRÜNEN machen Landshut zur echten Fahrradstadt. Dazu braucht es ein durchgängiges, sicheres Radwegenetz und komfortable Verbindungen zwischen Stadtteilen und auch zwischen Hochschule und Innenstadt. Lücken müssen geschlossen werden. Durch E-Bikes rücken auch weiter entfernte und höher gelegene Stadtteile näher an die Innenstadt. Darauf reagieren wir mit neuen Abstellanlagen, Lademöglichkeiten und breiten und sicheren Radschnellwegen. Fahrradstraßen und Brücken – etwa die geplanten Isarradbrücken im Osten – verbinden Stadt und Region. Wo es die Sicherheit erlaubt, werden Einbahnstraßen für den Radverkehr geöffnet, und der Stadtpark soll vom Durchgangsverkehr befreit werden. Wir wollen Landshut als den Etappenort auf dem Isarradweg etablieren und damit den sanften Fahrradtourismus fördern.

MASSNAHMEN:
■ Ausbau der Schützenstraße und Papiererstraße zu tatsächlichen Fahrradstraßen, die nur noch von
Anliegern mit dem KfZ befahren werden dürfen.
■ Isarradbrücken im Landshuter Osten für Landshut–Ergolding als interkommunale Verbindung um
den Verkehr zu entlasten.
■ Verbesserte Radfreundlichkeit (Bikeability) in der Innenstadt (z.B. Innere Münchener Straße)
■ Hochwertige Abstellanlagen mit Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum


ÖPNV ausbauen
Mit dem Beitritt zum MVV ab 2026 wird Busfahren größtenteils günstiger und attraktiver. Wir werden uns auch in den nächsten Jahren dafür einsetzen, den bereits beschlossenen Nahverkehrsplan endlich zu realisieren. Dazu gehören die Taktverdichtungen ebenso wie die bessere Anbindung der Innenstadt bspw. an die Grieserwiese oder die Hochschule. In Schwachlastzeiten kann ein flexibles On-Demand-Angebot (gebündelte Buchung von Fahrten nach Bedarf) das Angebot sichern. Unser Ziel ist ein emissionsarmer, barrierefreier und zuverlässiger Nahverkehr.

MASSNAHMEN:
■ Umsetzung des Nahverkehrsplans Landshut
■ Einführung eines On-Demand-Shuttlesystems
■ Ausbau der Ladeinfrastruktur und schrittweise Umstellung auf E-Busse
■ Neue Haltestellen in den Quartieren


Fußverkehr und Sicherheit
Sichere Wege sind die Grundlage jeder Mobilität. Wir schaffen sichere Querungen, klare Gehwege und mehr Tempo-30-Zonen überall dort, wo es tatsächlich zu mehr Verkehrsberuhigung, weniger Lärm und mehr Sicherheit auf den Straßen führt. Besonderes Augenmerk gilt Kindern, Älteren und Menschen mit Beeinträchtigungen. Der selbstständige Schulweg stärkt Selbstvertrauen und Verantwortung – wir wollen ihn durchgängig sicher und attraktiv gestalten.

MASSNAHMEN:
■ Ausbau von Tempo-30-Zonen in Wohngebieten
■ Sichere Schulwege durch bauliche Maßnahmen und Verkehrsüberwachung
■ Barrierefreie Gehwege und Ampeln in allen Stadtteilen
Weniger Autos, mehr Raum


Weniger Verkehr bedeutet mehr Platz zum Leben.
Wir wollen das Parkraumkonzept für Nikola umsetzen und bei Bedarf auf weitere Stadtviertel ausdehnen. Anwohnerinnen und Anwohner sollen faire Parkmöglichkeiten haben, der öffentliche Raum darf aber nicht länger als Abstellfläche dienen. In der Innenstadt werden wir eine gute Erreichbarkeit von Geschäften und Gastronomie sicherstellen. Gleichzeitig dürfen Feinstaubbelastung, Lärm und Stau die Lebensqualität in der Stadt nicht zerstören. Das bedeutet für uns: Weniger Autos in der Stadtmitte und ausgewiesene Parkmöglichkeiten am Rande (mit Park & Ride Möglichkeiten). Parken wird digital, effizient und gerecht organisiert.

MASSNAHMEN:
■ Einführung der App-Zahlung bei der Parkraumbewirtschaftung
■ Anwohnerparkkonzepte für Viertel mit hohem Parkdruck
■ Feierabend-Parken-Pilotprojekt mit Supermarktflächen


Nachhaltige Mobilität finanzieren
Das Auto ist das teuerste Verkehrsmittel – für die Bürgerschaft und die Stadt. Wir wollen durch intelligente Planung Kosten senken und Prioritäten neu setzen. Wir wollen unsere Vorhaben durch eine sinnvolle Parkraumbewirtschaftung teilfinanzieren, uns auf Landesebene für mehr Gestaltungsspielraum bei den Kosten für Anwohnerparkplätze einsetzen. Das Projekt Westtangente muss endlich aus dem Haushaltsplan genommen werden, um diesen Posten sinnvoll nutzen zu können. Die Mittel sollen in Straßensanierungen, Busverkehr und Radwege fließen.

MASSNAHMEN:
■ Streichung der Westtangente aus der Finanzplanung
■ Förderung von Carsharing-Projekten und erweiterte Stellflächen
■ Ladepunkte in Neubaugebieten und im öffentlichen Raum
■ Fairer Beitrag für Parken und Verwendung der Einnahmen aus Parkgebühren zur Förderung des Umweltverbunds

Eine Stadt, die wächst, muss auch sozial mitwachsen. Lebensqualität entsteht dort, wo Menschen im Alltag Unterstützung, Begegnung und Gemeinschaft finden.

Landshut lebt von seinen Stadtvierteln. Damit sie funktionieren, brauchen sie eigene soziale Einrichtungen und Treffpunkte. Wir GRÜNEN wollen, dass in allen Stadtteilen wohnortnahe Kitas, Schulen, Jugendräume und Senioreneinrichtungen gesichert und weiterentwickelt werden. In neuen Baugebieten müssen solche Angebote von Anfang an mitgedacht werden. So entsteht ein dichtes Netz sozialer Infrastruktur, das den Alltag leichter macht und Nachbarschaften stärkt. Menschen aller Generationen brauchen Begegnungsstätten. In jedem Quartier sollte es konsumfreie Orte geben, ob Brunnen oder Bänke im Park, die Bücherei oder der Bolzplatz.

Familien brauchen wohnortnahe, bedarfsgerechte und zuverlässige Betreuungsangebote. Kitas und Schulen sollen Orte sein, an denen man sich wohlfühlt. Freizeitflächen, Spiel- und Sportangebote gehören ebenso dazu; sie fördern Bewegung, Begegnung und Lebensfreude vor der eigenen Haustür.

Junge Menschen brauchen Raum und Vertrauen. Wir priorisieren Freiräume für junge Menschen: das heißt sichere, konsumfreie Treffpunkte und Jugendzentren in allen Stadtteilen – vom Jugendzentrum Poschinger- Villa bis zu kleineren Treffpunkten in den Quartieren. Skateranlagen, Pumptracks und kulturelle Freiflächen schaffen Orte, ermöglichen Selbstgestaltung, Teilhabe und Verantwortungsübernahme durch die Jugendlichen selbst. Ihre Perspektive soll von Anfang an Teil der Stadtentwicklung sein. Auch junge Menschen, die Landshut besuchen, tragen zur Lebendigkeit unserer Stadt bei. Wir GRÜNEN sprechen uns deshalb ausdrücklich für die Wiedereinrichtung einer Jugendherberge aus.

Ältere Menschen sollen so lange wie möglich selbstbestimmt und aktiv leben können. Dafür braucht es barrierefreie Wege und Gebäude, neue Wohnformen wie Mehrgenerationenwohnen sowie quartiersnahe Pflege- und Unterstützungsangebote. Davon profitieren auch Menschen mit Behinderung. So entstehen Netzwerke, die den Alltag erleichtern, Selbstständigkeit sichern und Vereinsamung verhindern.

Ein wichtiger Baustein der Daseinsvorsorge ist die Gesundheitsversorgung. Nach dem erfolgten Schritt der Klinikfusion (des Klinikums Landshut, der LAKUMED Kliniken des Landkreises und des Kinderkrankenhauses St. Marien), die schon vor Jahren von uns GRÜNEN gefordert wurde, setzen wir uns weiterhin für eine optimale medizinische Versorgung auf höchstem Niveau für alle Patientinnen und Patienten ein. Wir wollen die Ansiedlung insbesondere weiterer Kinderärzte fördern, um die ärztliche Versorgung von Kindern in Landshut zu sichern.

MASSNAHMEN:
■ Integration von Kitas, Schulen und Freizeiteinrichtungen in neue Quartiere
■ Ausbau der bedarfsgerechten Kinderbetreuung (auch in Ferienzeiten)
■ Ausbau von Jugend- und Seniorentreffs als Quartierszentren
■ Barrierefreie Wege und öffentliche Räume mit Sitzgelegenheiten
■ Quartiersmanagement mit sozialer Beratung vor Ort
■ Dezentrale Jugendtreffs und Freiflächen in den Stadtvierteln
■ Erhalt und Ausbau von Skateranlagen und Pumptracks
■ Jugendbeteiligung bei Quartiersplanung und Stadtprojekten
■ Förderung von Mehrgenerationen- und Pflegewohngemeinschaften
■ Förderung der Ansiedlung weiterer Kinderärzte

PROJEKT:
Als Begegnungs- und Anlaufstelle für Familien in ihren Quartieren wollen wir Kindertagesstätten zu Familienzentren ausbauen. Hier finden Familien Beratungs-, Freizeit-, Integrations- oder Frühförderangebote, ohne dafür mehrmals quer durch die Stadt fahren zu müssen. Der Zugang zur Beratung oder zum frühen Sprachförderungsangebot sowie Spielegruppen können so erleichtert werden. Das ist wichtig für die Chancengleichheit der Kinder auf ihrem weiteren Weg im Bildungssystem.